Die Nutzung von VPN’s als Alternative zu klassischen Standleitungen oder Einwählverbindungen ist sicherlich eine der weniger auffälligen Auswirkungen der “Internet-Revolution”. Doch gerade in diesem Bereich bieten sich Unternehmen grosse Möglichkeiten, in erheblichem Umfang Kosten zu senken oder gänzlich neue Möglichkeiten zu Nutzen.
So ist z.B. die Anbindung eines weiteren Heim-Arbeitsplatzes nicht mehr wie früher mit der Einrichtung eines weiteren Telefon-Anschlusses sowohl im Unternehmen als auch beim entsprechenden Mitarbeiter verbunden, sondern erfordert bei bestehendem Internetanschluss nur noch die Freischaltung des entsprechenden Zugangs. Auch für die Anbindung von Tochterfirmen oder Aussenstellen können preiswerte Internetzugänge statt teurer Standleitungen genutzt werden.
Leider werden auch immer mehr VPN-Insel-Lösungen implementiert, die im weiteren Verlauf erhebliche Kosten für Umstellungen verursachen oder das Wort “Private” nicht verdienen. Basis jeder VPN-Implementierung sollte zunächst die Analyse von Bedarf an Sicherheit und Funktionalität als auch die Erfassung der einzubeziehenden Systeme sein. Allein die Auswahl des verwendeten Verfahrens zum Verbindungsaufbau stellt eine Grundsatzentscheidung dar, die sich später nur mit zum Teil erheblichem Aufwand ändern lässt. So bietet zwar der Einsatz von L2TP over IPSec erhebliche Vorteile in der Sicherheit des Systems, erfordert aber den Einsatz einer PKI (Public Key Infrastructure) zur Verwaltung der eingesetzten Schlüssel